Akupunktur

Akupunktur ist ein Teilbereich der Chinesischen Medizin. Die Chinesische Medizin betrachtet den Menschen in seiner Ganzheit und ist nicht in einzelne Fachrichtungen getrennt, wie unsere westliche Medizin. Ihr Anliegen ist es, Krankheiten nicht nur zu heilen, sondern auch der Entstehung schwerer und chronischer Krankheiten vorzubeugen.

Die Basis der Akupunktur bilden die Theorien von Yin und Yang sowie die der Fünf Elemente bzw. Wandlungsphasen. Es wird davon ausgegangen, dass im Körper die Lebensenergie (Qi) in Energieleitbahnen (Meridiane) fließt. Diese Leitbahnen durchziehen unseren Körper wie ein Netzwerk und versorgen ihn mit lebensnotwendiger Energie. Auf der Grundlage einer detaillierten Anamnese, welche die körperlichen, geistigen und seelischen Belange des Patienten mit einbezieht, sowie der chinesischen Puls- und Zungendiagnose, wird ein individuelles Akupunkturtherapieprogramm erststellt.

Durch gezieltes setzen der Akupunkturnadeln wird der freie Fluss des Qi wiederhergestellt und der Mensch wieder in sein natürliches Gleichgewicht gebracht. Dies führt dann zur Genesung des Patienten.

Grundsätzlich gilt aber: Akupunktur kann heilen was gestört ist, sie kann aber nicht reparieren was bereits zerstört ist. So kann sie z.B. bei einer Gelenkerkrankung (Arthrose) mit Knorpelschädigungen nicht den Verlust des Knorpel rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich verringern. Durch eine Akupunkturbehandlung schwillt das Gewebe ab, es wird besser durchblutet, Gelenk und Muskulatur werden beweglicher und trainierbarer somit lässt der Schmerz nach.

Die Akupunktur wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und führenden Akupunkturgesellschaften für viele Krankheitsbilder empfohlen.

Anwendungsgebiete für Akupunktur:

akute und chronische Schmerzen, wie z.B.

  1. - Kopfschmerzen
  2. - Rücken- und Gelenkschmerzen
  3. - Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)

Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B.

  1. - Schmerzen in Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  2. - Bandscheibenvorfall
  3. - Sehnen- und Gelenkerkrankungen
  4. - Tennisellbogen
  5. - Chronische Hüftgelenkschmerzen
  6. - Kniegelenkschmerzen
  7. - Karpaltunnelsyndrom
  8. - Arthroseschmerzen

Neurologischen Krankheiten, wie z.B.

  1. - Migräne
  2. - Neuralgien
  3. - Trigeminusneuralgie

Erkrankungen der Atemwege, wie z.B.

  1. - Asthma
  2. - Heuschnupfen
  3. - Bronchitis
  4. - häufig auftretende Erkältungskrankheiten

Vegetative Störungen, wie z.B.

  1. - Schlaflosigkeit
  2. - Erschöpfungssyndrom
  3. - funktionelle Herzbeschwerden
  4. - innere Unruhe
  5. - Blutdruckschwankungen
  6. - sexuelle Disharmonie, Libidostörungen

Suchtkrankheiten, wie z.B.

  1. - Nikotinmissbrauch (Raucherentwöhnung)
  2. - Drogensucht (Linderung der Entzugssymptome)

Erkrankungen des Verdauungssystems, wie z.B.

  1. - funktionelle Magen-Darm-Störungen
  2. - Magengeschwüre
  3. - Magenschleimhautentzündungen (Gastritis)
  4. - Reizdarmsyndrom

Gynäkologische Erkrankungen, wie z.B.

  1. - Menstruationsbeschwerden
  2. - Zyklusunregelmäßigkeiten
  3. - Wechseljahrbeschwerden

Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenerkrankungen, wie z.B.

  1. - Sinusitis (Nasennebenhöhlen-Entzündung)
  2. - Tonsillitis (Mandelentzündung)
  3. - Tinnitus
  4. - Schwindel

Hautkrankheiten, wie z.B.

  1. - Neurodermitis, Ekzeme
  2. - Akne

Allergien, wie z.B.

  1. - Heuschnupfen
  2. - Nahrungsmittelallergien
  3. - allergisches Asthma

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